heise online
Gewinnen und geniessen!
 

heise online

   

  Meldung vom 28.07.2000 10:25

   

c't     iX     Telepolis

 

7-Tage-News
News-Archiv
News für PDA/WAP

JOBBÖRSE

Telefontarife
Internettarife
Provider (Firmen)
Free- & Shareware
Veranstaltungen

Leserforum
Chat

The Cathedral & The Bazaar ! Hier bestellen !

Aktionen
 Krypto-Kampagne
 Schulen ans Netz
 Netz gegen Kinderporno

 Abo & Heft
 Kontakt, Impressum
 Mediainfo


ONLINE-MARKT

eMedia GmbH
Fachbücher, Edutainment,
c't- und iX-Archiv-CDs


   
news [<< Vorige]  [Nächste >>]

AOL verteidigt Übernahme von Time Warner

AOL-Chef Steve Case hat am Donnerstag die geplante Fusion mit dem Medienkonzern Time Warner bei einer Anhörung vor der US-Aufsichtsbehörde FCC verteidigt. Eine zentrale Rolle bei dem Hearing spielte das TV-Kabelnetz – Time Warner gilt als einer der größten TV-Kabelnetz-Betreiber in den USA, der auch bereits Breitband-Internetzugänge darüber anbietet. Aber auch der Streit um das Instant-Messaging-System von AOL, das der Online-Dienst vor anderen Plattformen wie dem Microsoft-Messenger abschottet, spielte wieder eine Rolle.

Der Vorsitzende der Federal Communications Commission (FCC), William Kennard, betonte in seiner Erklärung am Donnerstag, dass er über die Frage des Zugangs anderer Programmanbieter zu Fernsehkabel und Internet des fusionierten Konzerns sehr besorgt sei. Im Fernsehsender CNN, der zu Time Warner gehört, wurde Kennard mit den Worten zitiert, die Kommission müsse entscheiden, ob die Fusion die Entwicklung des schnellen Breitband-Internetzugangs und des interaktiven Fernsehens fördern oder bremsen werde. Kennard meinte, die FCC werde den Deal weiter beobachten, bis ein endgültiger Plan ausgearbeitet sei, wie die Konkurrenten Zugang zum Kabelnetz von Time Warner bekommen könnten.

Case als Chef des größten Onlinedienstes der Welt erklärte, von dem Zusammenschluss würden die Verbraucher profitieren. Außerdem bringe die Fusion das Internet auf die nächste Stufe. Gerald Levin, Chef von Time Warner, versicherte bei dem FCC-Hearing, AOL/Time Warner werde auch anderen Internet-Providern Zugang zu dem Kabelnetz für die Bereitstellung schneller Internet-Zugänge gewähren.

Bislang hat die Kabelgesellschaft von Time Warner einen Exklusiv-Vertrag mit dem Provider Road Runner; Levin betonte jedoch, man sei bereits dabei, die Vereinbarungen mit dem Dienst so zu ändern, dass auch Road Runner seinen Kunden andere Möglichkeiten für den Breitband-Zugang anbieten könne. Die technische Infrastruktur sei vorhanden, um auch anderen Internet-Providern auf das Kabelnetz von Time Warner zu lassen, betonte Levin. Allerdings seien noch ein paar Probleme zu lösen, unter anderem, wie man den Datenverkehr der jeweiligen Provider für Abrechnungszwecke auseinander halten könne. Details zur Öffnung des Kabelnetzes wollte aber auch Levin auf dem FCC-Hearing nicht kundtun.

Vor allem der Mediengigant Walt Disney lehnt die Fusion in der geplanten Form ab und fordert von der Aufsichtsbehörde Beschränkungen. Disney befürchtet, dass der neue Konzern eine dominierende Rolle im Fernseh- und Internetgeschäft sowie beim neuen Breitbandkabel spielen wird und Programme oder Inhalte anderer Anbieter von seinem riesigen Netz ausschließen könnte. Damit hätten die Verbraucher weniger Auswahl.

Der Zusammenschluss von AOL und Time Warner soll im Herbst erfolgen. Es steht allerdings noch die Genehmigung der US-Handelskommission (Federal Trade Commission FTC) aus. Auch die EU muss den Zusammenschluss billigen.

Die FCC dagegen hat zwar nicht die Befugnis, die Übernahme von Time Warner durch AOL zu verhindern, hielt das Hearing gestern aber ab, um einige strittige Punkte bei der Frage des Zugangs zum TV-Kabel zu klären. Mit dem Ergebnis dürfte sie allerdings kaum zufrieden gewesen sein, denn die Details behielten Case und Levin bei ihren Versprechungen, die Konkurrenz bei TV und Online-Angeboten nicht aus dem hauseigenen Kabelnetz auszuschließen, für sich. Verbraucherschützer bleiben daher auch weiterhin skeptisch: Sie meinten, der Druck der Regulierungsbehörden sei der einzige Grund gewesen, warum AOL/Time Warner erste Schritte unternommen haben, das Kabelnetz für Konkurrenten zu öffnen. (jk/c't)

[Version zum Drucken] [Per E-Mail versenden] [<< Vorige]  [Nächste >>]

Kommentieren

     
Top-Meldungen
Intels neue Mobil-Prozessoren
Primzahl entschlüsselt DVDs
Sicherheitsexperten warnen vor künftigen Viren
Gericht: Ohne T-Online-Flatrate kein Bedarf für Großhandels-Flatrate
 
Aktuelle Meldungen
IG Metall listet aktuelle Gehälter in der IT-Branche
Günstige Einsteiger-Handys werden seltener
Sparkassen in Niedersachsen für anderthalb Stunden offline
First Tuesday 2.0
CeBIT Nettraffic misst den Verkehr im Internet
Telekom: UMTS-Aufbau kostet nichts zusätzlich
CeBIT Schnäppchenjäger verzerren Handy-Statistiken
Elektronische Steuererklärung abgeschaltet
CeBIT T-DSL-Warteschlange wird etwas kürzer
CeBIT AOL will mobiler werden
Internet-Boom in Deutschland hält an
CeBIT 3Com in Nöten?
CeBIT Fujitsu-Siemens rüstet den Jetson auf
Palm OS für Handys auf dem Vormarsch
Entwicklung eines autonomen Unterwasserfahrzeugs gestartet
CeBIT Telekom präsentiert mobiles Surfpad mit DECT-Technik
debitel fordert von der Politik Zugang zu UMTS
CeBIT ALi will neuen Chipsatz für Pentium III liefern
CeBIT AOL will DSL-Zugänge bereits ab Sommer anbieten
Siemens erweitert für 250 Millionen Dollar chinesische Handynetze
CeBIT Warner bringt "Mini-DVD"
3,2 Terabit/s über bestehendes Glasfasernetz
MP3-Suchmaschine verlangt Schadenersatz von Plattenindustrie
Rheinland-Pfalz will elektronische Unterschrift einführen
Creative entlässt 550 Mitarbeiter
Telekom-Chef: Keine Falschbewertung der Immobilien
ZDF kooperiert mit T-Online und bootet MSNBC aus
Microsofts zweiter Sturm aufs Internet
Handspring legt auf US-Markt weiter zu
CeBIT Abgespeckte Jornadas von HP
Net2Phone ändert seine Zusammenarbeit mit Yahoo und Microsoft
Ein Virus als Propagandamittel
debitel setzt im UMTS-Geschäft auf vier Partner
Glasfaser-Spezialist Corning gibt Gewinnwarnung heraus
CeBIT Alle Jahre wieder: Das "Internet aus der Steckdose"
DSL-Flatrate von Yahoo Deutschland
CeBIT Die Computer-Branche und das "Dinglisch"
CeBIT Farbdrucker mit LED-Technik für DIN A3
Die Geier kreisen über gescheiterten Dot.Coms
CeBIT Feiern auf der CeBIT
Weitere Meldungen...
  Datenschutzhinweis
Copyright © 2001
Verlag Heinz Heise
        Hosted by Plus.line