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Meldung vom 15.11.2000 10:27
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Internet-Musikdienst MP3.com schließt Frieden mit Universal Ganz billig wird für MP3.com aber auch die außergerichtliche Einigung nicht: Insgesamt 53,4 Millionen US-Dollar Schadensersatz und Anwaltskosten muss der Online-Musikanbieter der Seagram Tochter Universal zahlen. Dafür schließt das Abkommen eine Lizenz ein für die Nutzung von Universal-Songs auf My.MP3.com ein in welcher Höhe dafür zukünftig Lizenzzahlungen von mp3.com an Universal fällig werden, gaben die beiden Unternehmen bislang nicht bekannt. User können nun aber zukünftig legal Musikstücke über den Dienst My.MP3.com abrufen wenn sie den Song auch auf Compact Disc besitzen. Schließlich hat sich Universal noch eine nicht näher genannte Anzahl Aktien an der Online-Firma gesichert. Universal wird nach eigenen Angaben nicht den gesamten Betrag in die Firmenkasse stecken, sondern die Hälfte des Geldes nach Abzug der Anwaltskosten in Höhe von etwa 3,4 Millionen US-Dollar an die betroffenen Künstler ausschütten. MP3.com hat sich damit mit allen fünf großen Plattenlabels, die wegen Urheberrechtsverletzungen auf Schadensersatz geklagt hatten, geeinigt. Entsprechend positiv reagierte die Börse: Die Mp3.com-Aktie, die in den vergangenen Wochen und Monaten wegen der Gerichtsverfahren stetig gefallen war, stieg sie an der Börse in New York am gestrigen Dienstag um 19 Prozent oder 63 Cents auf 4 US-Dollar, bis am Nachmittag der Handel mit dem Papier erst einmal ausgesetzt wurde, um die Verkündung der Einigung mit Universal abzuwarten. Vom 52-Wochen-Hoch von 53,25 US-Dollar ist die Aktie allerdings noch weit entfernt. (nij/c't)
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