Kantone werden aktiv gegen Maul- und Klauenseuche
Bern, 15. März. (sda) Aus Angst vor Maul- und Klauenseuche (MKS) haben mehrere Kantone Massnahmen ergriffen: Im Wallis finden im Frühjahr keine Kuhkämpfe statt. Im Kanton Bern wurden Schafe aus der EU auf MKS getestet. Luzern stoppte Betriebsbesuche von Höfen. Im Wallis entschied der Eringer-Viehzucht-Verband, die traditionellen Kuhringkämpfe wegen der MSK-Gefahr abzusagen. Die Eringerrasse, die selten ist, wäre im Falle einer Ansteckung stark bedroht, hält der Verband in einem Communiqué fest. Beeinflusst wurde die Absage durch die Empfehlung der regionalen und nationalen Viehzuchtverbände, alle Viehausstellungen der nächsten vier Wochen abzusagen. Im Wallis wären imFrühjahr sechs Ausscheidungsrunden im Kuhkampf angestanden.
Im Kanton Bern hat der Veterinärdienst zudem einem Betrieb die Bewilligung zur Verwertung von Speiseabfällen entzogen. Ausserdem wurde Strafanzeige eingereicht. Speiseabfallverwerter gelten als Betriebe mit besonderem Seuchenrisiko, wie das Amt für Information festhielt.