Risiko Rinderwahn
SZ vom 2. 5.
2000, Wissenschaft Spuren im Hirn
Folgen des Rinderwahns leichter erkannt
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(avig) Von der Kuh zum Menschen: An der menschlichen Form des
Rinderwahns, der neuen Variante der Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung (vCJK),
starben in Europa bereits 56 Menschen. Bisher war es schwierig, das Leiden zu
Lebzeiten zu diagnostizieren.
Jetzt haben britische Forscher neue
charakteristische Merkmale der Krankheit entdeckt, die sich feststellen lassen,
ohne Gewebe zu entnehmen (The Lancet, Bd. 355, S. 1412, 2000). Die
Wissenschaftler schickten 36 Probanden, deren Krankheit auf Grund von
Gewebeproben sicher diagnostiziert war, und 57 Gesunde in den
Kernspintomographen.
Zwei Radiologen, die die Akten der Probanden nicht
kannten, fiel auf, dass bei 28 der 36 Erkrankten eine als Thalamus bezeichnete
Region des Zwischenhirns auffallend dichter war als üblich. Dagegen fanden
sie bei den 57 Gesunden nur einen solchen Fall.
Zudem lässt sich
mit diesem Verfahren die neue vCJK offenbar von der klassischen Form der
Krankheit abgrenzen, die nicht auf BSE zurückzuführen ist: Unter den
35 Hirnaufnahmen von Patienten mit der klassischen Variante zeigten nur
fünf diese Veränderung im Thalamus.
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