Anzeigenmärkte Bitte hier klicken!
Anzeigen - Mediadaten - Archiv - Magazine - Verlag - Fachverlag   Kontakt - Vertriebsservice
Süddeutsche Zeitung OnlineWissenschaft

Aktuell
Nachrichten
Wirtschaft
Sport
Kultur
Wissenschaft
Gesundheit
Computer
Karriere
Leben & Stil
Reise
Wetter

Zeitung
Aktuelle Ausgabe

jetzt:
Das Jugendmagazin



Anzeigen
Inserieren
Kfz-Markt
Stellenmarkt
Bewerbermarkt
Mietmarkt
Immobilienmarkt
Bekanntschaften
Look4links

Zeitung
SZ-Probeabo
SZ-Shop

Zeitung
Newsletter
WAP-Service
Handhelds

Zeitung
Impressum
Jobs
Marktplatz

WissenschaftWissenschaft
Risiko Rinderwahn
SZ vom 2.3.1999, Ressort Wissenschaft
Prionen gelangen über Rückenmark ins Hirn

"Sesshafter" Zelltyp im Lymphsystem scheint Brutstätte für Krankheitserreger zu sein / von Klaus Koch
Bisher stand Blut als Transportweg im Verdacht

Prionen scheinen einen umständlicheren Weg ins Gehirn zu nehmen, als bislang geglaubt. Darauf deuten Experimente hin, die Adriano Aguzzi von der Universität Zürich auf einer Tagung in Köln schilderte. Forscher wissen schon länger, daß die mysteriösen Erreger von BSE bei Rindern und Creutzfeldt-Jacob-Krankheit bei Menschen auch Mandeln, Blinddarm und andere Organe des Lymphsystems infizieren. Da in diesen Organen Zellen der Immunabwehr heranreifen, ging man bislang davon aus, daß die Abwehrzellen die Prionen über das Blut direkt ins Gehirn transportieren.

Forschung mit verschiedenen Mäusestämmen

Um die Abwehrzellen aufzuspüren, haben Aguzzi und seine Kollegen verschiedene Mäusestämme mit Prionen infiziert. Den Tieren fehlten aufgrund genetischer Defekte bestimmte Typen von Abwehrzellen oder aber die Zellen waren vor einer Infektion mit Prionen geschützt. Die Erreger gelangten jedoch selbst dann ins Gehirn der Nager, wenn wandernde Immunzellen als Transportvehikel nicht in Frage kamen.

Transport über Ausläufer von Nervenzellen

Stattdessen stellte Aguzzi fest, daß sich die Prionen vor allem in einem bislang wenig beachteten, "seßhaften" Zelltyp im Lymphsystem vermehren. "Es scheint, als würden Prionen über die Ausläufer dieser dendritischen Nervenzellen erst ins Rückenmark und dann ins Gehirn der Tiere wandern", sagt Aguzzi. Wenn der Weg der Prionen genau bekannt ist, könnte es gelingen, den Befall des Gehirns zu bremsen.


Zurück zur Startseite:
Risiko Rinderwahn

Weitere Dossiers
[Zurück]

[Seitenanfang]

[Wissenschaft-Startseite]




© 2000 Süddeutsche Zeitung GmbH / SV online GmbH
Im Blickpunkt

Dossier

Frage der Woche

Diskussionsforum

Wissenschafts-Ticker

Der aktuelle Tipp

Buch-/CD-ROM-Besprechungen

Sternenhimmel

Linksammlung