USA
wollen bei Niederlage von Milosevic Sanktionen aufheben
Endphase im Wahlkampf um jugoslawische
Präsidentschaft / Westen befürchtet Wahlbetrug
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Oppositionskandidat Vojislav Kostunica
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Die USA erwägen im Falle einer
Wahlniederlage des jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic, die
Sanktionen gegen das Land aufzuheben. Ähnliches hatte bereits die
Europäische Union angekündigt.
US-Außenamtssprecher Richard Boucher kündigte an: Wenn ein
demokratischer Wandel beginnt, werden wir Schritte zur Aufhebung der Sanktionen
ergreifen. Er zeigte sich optimistisch, dass die Opposition bei der Wahl
am Sonntag die meisten Stimmen erhalten wird.
Nato befürchtet das
Schlimmste
NATO-Generalsekretär George Robertson sieht
den Präsidentschaftswahlen dagegen mit großer Sorge entgegen. Er
hoffe zwar auf freie und gerechte Wahlen in Serbien, aber so Robertson im
Fernsehsender n-tv: Wir befürchten das Schlimmste.
Er
warf Milosevic vor, dieser habe eindeutig im Vorfeld der Wahlen die
Verfassung manipuliert, neue Unterdrückungsmaßnahmen ergriffen und
die Opposition ausgeschlossen. Für den Fall, dass Milosevic weiter
im Amt bleibe, schloss Robertson eine Fortsetzung oder eine Verschärfung
der Sanktionen nicht aus. Das sei jedoch nicht Sache der NATO.
USA warnen vor Wahlbetrug
Auch die
US-Regierung befürchtet, dass Milosevic das Ergebnis nicht anerkennen oder
manipulieren könnte. Man müsse damit rechnen, dass auch bei einer
Mehrheit für die Opposition Milosevic dennoch den Wahlsieg für sich
beanspruchen werde, sagte der Balkan-Beauftragte im US-Außenministerium,
James O'Brien. Er warnte Milosevic vor jedem Betrugsversuch bei der Wahl.
Amerikanische Gelder für
Opposition
Nach Angaben von O'Brien haben die USA die
jugoslawische Opposition mit mehreren Millionen Dollar finanziell
unterstützt.
In Jugoslawien geht der Wahlkampf unterdessen in die
Endphase. In Belgrad kamen am Mittwochabend mehr als 150.000 Anhänger zu
einer Kundgebung mit dem Präsidentschaftskandidat der demokratischen
Opposition, Vojislav Kostunica. Quellen:
sueddeutsche.de/dpa/AP
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