Jolo:
Vier tote Zivilisten nach Armee-Offensive
Zeitungsbericht: Bundesnachrichtendienst maßgeblich
an Wallert-Befreiung beteiligt
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Die Angriffe der philippinischen Armee auf Jolo sind
auch am dritten Tag in Folge fortgesetzt worden. Das Verteidigungsministerium
räumte ein, dass bei der Militäraktion gegen die Moslem-Rebellen vier
Unbeteiligte getötet worden seien.
Die beiden französischen Journalisten Jean-Jacques
Garrec (l.) und Roland Madura sind unter den 19 Geiseln der Abu-Sayyaf
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Unter den Opfern sind nach Militärangaben auch ein
elfjähriges Kind und eine Frau. Provinzgouverneur Abdusakur Tan sprach
zudem von vier Verletzten.
Bewohner Jolos berichteten, die
Küstengebiete der Insel seien Montagfrüh vom Meer aus unter Beschuss
genommen worden. Im Inneren der Insel würden die Angriffe mit
Mörsergranaten fortgesetzt. Ein Augenzeuge berichtete, etwa 30 Häuser
seien zerstört und zahlreiche Inselbewohner - darunter auch Kinder -
getötet worden.
Dem Militär zufolge wurden bei den Gefechten
sechs Rebellen getötet und vier verletzt. Minister Mercado zufolge wurden
20 Mitglieder der Abu Sayyaf gefangen genommen. Auch vier Soldaten seien
verletzt worden. Die französische Regierung hatte das militärische
Vorgehen scharf verurteilt.
Ungewissheit
über Geiseln
Über das Schicksal der Geiseln gab es
widersprüchliche Angaben: Berichten zufolge soll der Amerikaner Jeffrey
Schilling am Freitag bei einem Fluchtversuch getötet worden sein,
zwölf philippinische Prediger sollen von einem Erschießungskommando
getötet worden sein. Den beiden Franzosen sei die Flucht gelungen,
hieß es.
Verteidigungsminister Orlando Mercado wies diese Berichte
zurück. Nach unserer Einschätzung scheinen sie alle am Leben zu
sein, sagte er.
Die Verhandlungen zur Freilassung der zum Teil
seit April festgehaltenen Geiseln - darunter befand sich auch die
Göttinger Familie Wallert - zogen sich über fünf Monate hin.
Insgesamt sollen 15 Millionen Dollar Lösegeld gezahlt worden sein, allein
Libyen hat dem Vernehmen nach zehn Millionen Dollar bereitgestellt.
Angeblich steckt BND hinter Lybiens
Engagement
Unterdessen meldete der Münchner Merkur,
dass der Bundesnachrichtendienst (BND) maßgeblich an der Befreiung der
Geiseln beteiligt war.
Wie die Zeitung berichtet, war es der BND,
derden lybischen Vermittler Rajab Azzarouk ins Spiel gebracht. Den Vertreter
der phillipinischen Regierung, Roberto Aventajado, hatte der deutsche
Auslandsgeheimdienst als zu unzuverlässig
eingestuft.
Quellen: sueddeutsche.de/dpa/AP |
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